Leider kann man als Pferdebesitzer sich die Zähne seines Pferdes nicht wie die Hufe einfach
anschauen. Und leider sieht man das Resultat einer Zahnbehandlung nicht wie das einer Hufbehandlung.
Diese Seite soll dem Pferdebesitzer helfen zu beurteilen, ob die Pferdezahnpfege
bei seinem Pferd fachgerecht ausgeführt wurde.
Ob eine Notwendigkeit zur Behandlung der Zähne eines Pferdes besteht, darüber geben die am Ende dieser
Seite aufgeführen Links Auskunft.
Zudem können interessierte Pferdebesitzer, die gerne Vorträge organisieren möchten, sich hier melden,
sowie Heilpraktiker, Akkupunkteure und Physio- und Ostheotherapeuten oder andere, die
beruflich mit Pferden zu tun haben, sich über Weiterbildungen auf dem Gebiet Pferdezähne erkundigen.
Wie läßt sich die Arbeit eines Pferdedentalpraktikers beurteilen ?
(Mit der Bezeichnung Pferdedentalpraktiker sind alle gemeint,
die an Pferdezähnen Behandlungen vornehmen, Nichttierärzte
und Tierärzte. Der Begriff ist aus dem englischen Wort Horsedentist abgeleitet.
In der Tiermedizin gibt es keine Zusatzbezeichnung für Zahnbehandlungen bei
Großtieren und somit auch nicht den Ausdruck Pferdezahnarzt.)
Auf dieser Seite geht es darum, die Qualität der Behandlungen durch einen Pferdedentalpraktiker deutlich zu machen.
Da es unterschiedliche Formen der Behandlung gibt und auch die Preisspannen sehr weit
auseinanderliegen, stellt sich dem Pferdebesitzer natürlich die Frage :
Worauf muß ich bei einer Zahnbehandlung achten ?
Oft werden am unsedierten oder sedierten Pferd die Zahnkanten abgerundet, was meist eine Verbesserung des Wohlbefindens bewirkt und die Tiere fressen über einen gewissen Zeitraum auch besser, da durch diese Maßnahme ein Teil der Beschwerden genommen wird. In der Regel ist dies jedoch nicht ausreichend und die Rundung hält meist nur kurze Zeit.
Das Kürzen der Schneidezähne und herunterraspeln von Höhen auf den Backenzähnen, die das Maul verriegeln, ist unsediert nicht möglich.
Zu einer guten Zahnbehandlung gehört immer auch das Kürzen der Schneidezähne, denn sie stellen bei der heutigen Pferdefütterung das größte Problem dar. Dabei genügt es nicht, unsediert mit der Hand ein paar mal über die Schneidezähne zu ziehen, sondern es müssen meist ein paar Millimeter oder sogar Zentimeter weggenommen werden. Dafür muß das Pferd sediert sein, was nur von einem Tierarzt vorgenommen werden darf.
Wenn schon beim jungen Pferd -ab 3,5 jährig- regelmäßig die
Schneidezähne gekürzt werden ,erhält man über das gesamte
Leben des Pferdes ein ausbalanciertes Gebiss und muß nicht beim
älteren (15 Jahre) bis alten (20 bis 40 Jahre) Pferd große Umstellungen
im Zahnbereich vornehmen. Das heißt :
es sollten jedes Jahr die
Schneidezähne um das Maß gekürzt werden, um das sie sich
zuwenig abgenutzt haben.
Der Hufschmied bearbeitet und korrigiert auch immer den gesamten Huf und nicht nur den ausgefransten Rand.
Dazu gehört immer:
Nach einem Jahr hat das Gebiss der meisten Pferde wieder einen Zustand erreicht, an dem eine Korrektur empfehlenswert ist, um dem Pferd ein schmerzfreies Fressen und Gerittenwerden zu ermöglichen.
Bei Pferden mit weicheren Zähnen oder sehr schlimmen Zahnzuständen kann dieser Zeitpunkt auch früher liegen.
Diese Haken erreicht man mit einer Maschine nicht.
Während und nach der Arbeit im Maul sollte eine Kontrolle stattfinden, die ausschließlich durch Tasten mit den Händen jeden Bereich des Pferdemauls erfassen kann. Die Zahnbehandlung bei der keine Zähne gezogen werden, sollte eine eher unblutige Angelegenheit sein. Natürlich können durch einen Kratzer mal ein paar Tropfen Blut fließen, aber Blut in großen Mengen bis zu Blutlachen unter dem Pferd zeugen von einer unprofessionellen Behandlung.
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Letzte Aktualisierung: 11.1.2006 / mw